Alles zum Au-pair in Deutschland: D-Visum, 280 € Taschengeld, Arbeitszeiten, Pflichten der Gastfamilie und wie du den Antrag stellst.
Ein au pair Germany host families welcome zu werden — jemand, den deutsche Gastfamilien gern aufnehmen — ist eine der günstigsten und sichersten Möglichkeiten, ein Jahr in einem deutschen Haushalt zu leben, die Sprache zu lernen und zu prüfen, ob das Land zu dir passt. Du bekommst ein eigenes Zimmer, Verpflegung, eine Krankenversicherung und monatliches Taschengeld im Austausch für Hilfe bei der Kinderbetreuung und leichten Hausarbeiten. Dieser Leitfaden erklärt das Visum, die genauen Beträge, die Arbeitszeitgrenzen und die Regeln, an die sich du und deine Gastfamilie halten müssen.
Wer kann Au-pair werden?
Das deutsche Au-pair-Programm richtet sich an junge Menschen, die einen kulturellen Austausch suchen, keine billige Arbeitskraft — die Voraussetzungen sind daher streng.
Alter: Du musst zwischen 18 und 26 Jahre alt sein (du musst vor deinem 27. Geburtstag beginnen).
Sprache: Grundkenntnisse in Deutsch auf Niveau A1 sind erforderlich, nachgewiesen durch ein Zertifikat eines Instituts wie dem Goethe-Institut oder telc.
Familienstand: Du darfst nicht verheiratet mit eigenen Kindern sein und nicht mit der Gastfamilie verwandt sein.
Kein früherer Langzeitaufenthalt: In der Regel darfst du nicht bereits als Au-pair in Deutschland gelebt haben.
Der Aufenthalt dauert maximal 12 Monate und kann nicht verlängert werden. Wenn du dich in das Land verliebst, plane deinen nächsten Schritt früh — viele ehemalige Au-pairs wechseln zu einem Ausbildung Visa Germany: Get a Vocational Training Permit oder schreiben sich in einen Sprach- und Studienweg ein.
Das Au-pair-Visum: welches und wie du es beantragst
Mit einem Pass aus der EU/dem EWR oder der Schweiz brauchst du gar kein Visum — melde nach der Ankunft einfach deinen Wohnsitz an (Anmeldung). Alle anderen brauchen ein nationales D-Visum zum Zweck „Au-pair". Das ist ein Visum für einen Langzeitaufenthalt, kein touristisches Schengen-Visum; wenn du dir über den Unterschied unsicher bist, lies National D Visa vs Schengen Visa: Which Does Germany Need?, bevor du etwas buchst.
Du beantragst es bei der deutschen Botschaft oder dem Konsulat in deinem Heimatland. Übliche Unterlagen:
Ein unterschriebener Au-pair-Vertrag mit deiner Gastfamilie (das zentrale Dokument).
Gültiger Reisepass plus biometrische Fotos.
Deutsch-Zertifikat A1.
Nachweis der Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung, die die Gastfamilie für dich abschließt.
Ausgefülltes nationales Visumantragsformular und die 75 € Gebühr.
Motivationsschreiben und in manchen Ländern ein Nachweis über Erfahrung in der Kinderbetreuung.
Die Bearbeitung dauert in der Regel 4 bis 12 Wochen, also fange früh an. Um den klassischen Papierkram-Stress zu vermeiden, prüfe deine Unterlagen vor dem Termin mit unserer Document Checklist. Nach der Ankunft wandelst du das Visum bei der örtlichen Ausländerbehörde in einen Aufenthaltstitel um.
Taschengeld und was die Gastfamilie zahlt
Die Au-pair-Vergütung in Deutschland ist durch Richtlinien festgelegt, daher sind die Beträge in München wie in einer Kleinstadt gleich.
Taschengeld: 280 € pro Monat, unabhängig davon, wie viele Stunden du tatsächlich arbeitest.
Kostenlose Unterkunft: dein eigenes möbliertes, abschließbares Zimmer im Haus der Familie.
Kostenlose Vollpension: alle Mahlzeiten, auch an deinen freien Tagen.
Zuschuss zum Sprachkurs: die Familie muss mindestens 50 € pro Monat zu einem Deutschkurs beitragen.
Versicherung: die Familie zahlt für den gesamten Aufenthalt deine Kranken-, Unfall- und Schwangerschaftsversicherung.
Fahrtkosten: viele Familien übernehmen zusätzlich ein Monatsticket.
Diese 280 € sind Taschengeld zusätzlich zur kostenlosen Unterkunft und Verpflegung, sie reichen also weiter, als es scheint. Um zu sehen, wie weit sie in verschiedenen Städten reichen, nutze unseren Living Cost Calculator. Wenn du später in eine bezahlte Arbeit wechselst, hilft dir unser City Comparator, Gehälter gegen Mieten abzuwägen.
Arbeitszeiten, freie Zeit und Aufgaben
Die Regeln schützen Au-pairs davor, wie Vollzeit-Kindermädchen oder Reinigungskräfte behandelt zu werden.
Maximal 30 Stunden pro Woche und nicht mehr als 6 Stunden pro Tag.
Die Aufgaben beschränken sich auf Kinderbetreuung und leichte Hausarbeit rund um die Kinder (ihre Zimmer aufräumen, einfache Mahlzeiten zubereiten, Wäsche, Schulwege). Große Reinigungsarbeiten, Gartenarbeit oder die Pflege älterer Angehöriger sind nicht erlaubt.
Babysitting am Abend kann auf deine Stunden angerechnet werden, nach Absprache bis zu zwei Abende pro Woche.
Freie Zeit: mindestens ein ganzer freier Tag pro Woche (mindestens einmal im Monat ein ganzes freies Wochenende) plus vier freie Abende pro Woche.
Bezahlter Urlaub: bei einem ganzen Jahr bekommst du vier Wochen bezahlten Urlaub; bei kürzeren Aufenthalten sind es zwei Werktage bezahlter Urlaub pro Monat.
Alles sollte im Vertrag stehen. Das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Au pair ist ein gutes Zeichen dafür, dass eine Familie und Agentur sich an die Regeln halten.
Regeln und Voraussetzungen für die Gastfamilie
Das Programm ist beidseitig; auch Familien müssen Voraussetzungen erfüllen.
Im Haushalt muss mindestens ein Kind unter 18 Jahren leben.
Deutsch muss die Alltagssprache zu Hause sein — das ist der Kern der Idee des kulturellen Austauschs.
Die Familie darf nicht mit dem Au-pair verwandt sein.
Sie muss ein eigenes Zimmer, Vollpension, Versicherung, den Sprachkurszuschuss und angemessene Freizeit bereitstellen.
Sie sollte dir bei der Integration helfen: dich in der Nachbarschaft vorstellen, bei der Anmeldung helfen und deinen Deutschkurs unterstützen.
Gute Familien behandeln das Au-pair als Teil des Haushalts, nicht als Angestellte. Ein kurzer Probe-Videoanruf und ein klarer Vertrag verhindern die meisten Konflikte, und seriöse Agenturen lassen dich vor der Zusage mit einem ehemaligen Au-pair sprechen. Wenn eine Familie sich weigert, die Bedingungen schriftlich festzuhalten, oder dich drängt, vor der Erteilung des Visums anzufangen, geh weiter — das sind die deutlichsten Warnzeichen für eine Vermittlung, die schiefgehen wird.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
Das A1-Zertifikat überspringen. Ohne Nachweis von Grundkenntnissen in Deutsch lehnt die Botschaft das Visum sofort ab.
Einen vagen Vertrag akzeptieren. Bestehe vor der Unterschrift auf schriftlich festgehaltenen Stunden, Aufgaben, Taschengeld und Urlaub.
Mit einem Schengen-Visum beantragen. Ein Touristenvisum kann nicht umgewandelt werden; du brauchst von Anfang an das nationale D-Au-pair-Visum.
Die Versicherungsklausel ignorieren. Bestätige vor der Abreise, dass die Familie Kranken-, Unfall- und Schwangerschaftsschutz abgeschlossen hat.
Es als Job behandeln. Au-pair ist kultureller Austausch mit strengen Stundengrenzen — eine Familie, die 40-Stunden-Wochen oder große Reinigungsarbeiten verlangt, bricht die Regeln.
Eine ungeprüfte Agentur wählen. Achte auf das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Au pair und lies Bewertungen.
Dein Jahr in Deutschland beginnt hier
Ein Au-pair-Jahr ist ein günstiges Sprungbrett: kostenlose Unterkunft und Verpflegung, 280 € in der Tasche, echte Deutschpraxis und ein Logenplatz für den Alltag. Bring den Vertrag in Ordnung, sichere dir dein A1-Zertifikat und reiche einen sauberen Antrag auf ein nationales D-Visum ein — dann könntest du dich innerhalb weniger Monate in einer deutschen Familie einleben. Entdecke unsere kostenlosen Tools und Ratgeber, um jeden Schritt zu planen — und um zu skizzieren, was nach deinem Au-pair-Jahr kommt, von der Ausbildung bis zu einem vollen Arbeitsvisum.
Häufig gestellte Fragen
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