Diese Lektion ist eine Wiederholung, aber sie führt auch ein wichtiges neues Werkzeug für echte Gespräche ein: wie man eine Meinung auf höfliche, zusammenhängende Weise ausdrückt, statt in kurzen, unverbundenen Sätzen ohne jede Verbindung untereinander.
Die nützlichsten Wendungen sind Ich finde, dass... (‚ich finde, dass...') und Ich denke/glaube, dass... (‚ich denke/glaube, dass...'). Das Schlüsselwort hier ist dass (‚dass'), ein Verbindungswort, das einen Nebensatz einleitet. Die entscheidende Regel, auf die man achten muss: In dem Moment, in dem dass auftaucht, springt das konjugierte Verb sofort ans äußerste Ende dieses Nebensatzes, statt in der zweiten Position zu bleiben, wie es das in jedem gewöhnlichen Satz tut, den du bisher gelernt hast. Beispiel: Ich finde, dass Deutsch schwer ist, niemals dass Deutsch ist schwer.
Das kann sich ganz anders anfühlen als in Sprachen, in denen die Wortstellung nach einem Verbindungswort wie ‚dass' dieselbe bleibt wie im selbständigen Satz. Das Deutsche erzwingt stattdessen eine strenge Regel: Jedes Verbindungswort dieser Art — dass, weil, ob — schiebt das konjugierte Verb direkt ans Ende des Nebensatzes. Das ist einer der schwierigsten strukturellen Punkte für viele Lernende, weil es das Muster der Wortstellung durchbricht, dem jeder frühere Satz auf deiner Deutschreise gefolgt ist.
Darüber hinaus gibt dir diese Lektion auch praktische Wendungen, um jedes Gespräch zu steuern: zustimmen (Ich bin einverstanden), widersprechen (Ich bin dagegen), jemanden bitten, sich zu wiederholen, wenn du etwas nicht verstehst (Wie bitte? oder Können Sie das wiederholen?), und eine Vorliebe ausdrücken mit lieber (‚lieber') und am liebsten (‚am liebsten'). Diese beiden Wörter sind ursprünglich die Komparativ- und Superlativform von gern (‚gern'), und sie stehen immer direkt nach dem konjugierten Verb: Ich trinke lieber Tee (‚ich trinke lieber Tee'), Ich esse am liebsten Couscous (‚am liebsten esse ich Couscous').
Der häufigste Fehler ist, nach dass die normale Wortstellung des Satzes beizubehalten, statt das Verb ans Ende zu schicken, und Ich finde, dass ist Deutsch schwer oder dass Deutsch ist schwer statt der einzig korrekten Form zu schreiben: dass Deutsch schwer ist.