🏦 BankenVom GoGermany-Redaktionsteam · 2026-08-03
Was die deutsche Hausratversicherung tatsächlich abdeckt, wie die Versicherungssumme mit ~650 €/m² bestimmt wird, der Baustein Fahrraddiebstahl, Kosten 2026 und ein ehrliches Fazit, ob sie sich lohnt.
Wenn Sie in Deutschland in eine Wohnung ziehen, lernen Sie schnell, dass Deutsche fast alles versichern. Eine der beliebtesten freiwilligen Policen ist die Hausratversicherung – der Schutz für die Dinge in Ihrem Zuhause: Möbel, Elektronik, Kleidung, Küchengeräte, Fahrräder. Anders als die Krankenversicherung ist sie nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sie ist günstig und deckt ein echtes Risiko ab. Dieser Ratgeber erklärt genau, was sie abdeckt, wie die Versicherungssumme aus der Wohnungsgröße berechnet wird, den Zusatzbaustein Fahrraddiebstahl, was sie 2026 kostet und – die ehrliche Frage – ob sie sich für Sie wirklich lohnt.
Die Hausratversicherung schützt Ihr bewegliches Eigentum (Hausrat – im Grunde alles, was herausfallen würde, wenn man die Wohnung auf den Kopf stellt: Möbel, Geräte, Kleidung, Elektronik, Geschirr) gegen bestimmte Gefahren. Eine Standardpolice deckt Schäden oder Verluste durch:
Sie zahlt den Neuwert – also den heutigen Wiederbeschaffungspreis, nicht den abgeschriebenen Gebrauchtwert. Wenn ein Rohrbruch also ein fünf Jahre altes Sofa ruiniert, erhalten Sie genug, um ein vergleichbares neues zu kaufen.
Wichtige Hinweise zum Umfang:
Die Lücken zu kennen ist genauso wichtig wie der Schutz:
Die Versicherungssumme ist der Höchstbetrag, den der Versicherer zahlt, und sie sollte dem gesamten Wiederbeschaffungswert Ihres Eigentums entsprechen. Statt jede Gabel zu inventarisieren, nutzen deutsche Versicherer eine einfache Faustregel, die an die Wohnungsgröße gekoppelt ist:
Ein Pauschalwert von etwa 650 € pro Quadratmeter Wohnfläche.
Eine 60-m²-Wohnung ergibt somit eine Versicherungssumme von rund 39.000 €. Wenn Sie zu diesem empfohlenen Wert versichern, verzichtet der Versicherer auf den Unterversicherungs-Abzug – er kürzt die Entschädigung also nicht mit dem Argument, Sie seien unterversichert. Wer ungewöhnlich wenig besitzt (ein spärlich möbliertes Studentenzimmer), kann für weniger versichern; wer viel hochwertige Elektronik oder Designermöbel besitzt, wählt eine höhere Summe als die Pauschale nahelegt.
| Wohnfläche | Versicherungssumme bei 650 €/m² |
|---|---|
| 30 m² (Studio) | ~19.500 € |
| 50 m² (1 Zimmer) | ~32.500 € |
| 70 m² (2 Zimmer) | ~45.500 € |
| 100 m² (Familienwohnung) | ~65.000 € |
Nutzen Sie unseren Lebenshaltungskosten-Rechner, um zu sehen, wie eine Prämie von 5–12 €/Monat in Ihr monatliches Budget in Deutschland passt.
Deutschland fährt Fahrrad, und Fahrraddiebstahl ist in Städten häufig. Standardmäßig ist Ihr Rad nur abgesichert, wenn es bei einem Einbruch gestohlen wird. Damit es auch geschützt ist, wenn es von einem öffentlichen Fahrradständer oder der Straße entwendet wird, ergänzen Sie den Baustein Fahrraddiebstahl. Die wichtigsten Punkte:
Für ein E-Bike im Wert von 2.500 € kostet der Zusatz meist 30–80 €/Jahr extra – oft günstiger als eine eigenständige Fahrradversicherung.
Die Hausratversicherung gehört zu den günstigsten Policen in Deutschland. Die Prämien hängen von Ihrer Postleitzahl (Diebstahl-/Hochwasserrisikozone), der Versicherungssumme, Ihrer Selbstbeteiligung und etwaigen Zusatzbausteinen ab.
| Szenario | Typische Jahresprämie |
|---|---|
| Studentenzimmer, 25 m², Basisschutz | 40–70 € |
| 60-m²-Wohnung, Stadt, ohne Zusätze | 60–120 € |
| 90-m²-Wohnung + Fahrrad + Elementar | 150–260 € |
Eine Selbstbeteiligung von 150 € senkt die Prämie meist spürbar. Vergleichen Sie Tarife auf Portalen wie Check24 oder Verivox oder über einen unabhängigen Makler – Umfang und Entschädigungsgrenzen unterscheiden sich stärker als der Preis, lesen Sie also, was enthalten ist, nicht nur die Schlagzahl.
Meist lohnt es sich, wenn:
Es lohnt sich womöglich nicht, wenn:
Da die Jahreskosten (oft 60–120 €) im Verhältnis zu einem Totalverlust gering sind, schließen die meisten etablierten Haushalte in Deutschland sie ab. Für Neuankömmlinge sind die größeren, nicht verhandelbaren Prioritäten die Privathaftpflichtversicherung und der Krankenversicherungsschutz – siehe unseren Ratgeber zur Krankenversicherung in Deutschland. Der Hausrat steht auf der Prioritätenliste knapp darunter.
Die Hausratversicherung zu regeln gehört zur größeren Einzugs-Checkliste neben Wohnungssuche und Anmeldung – lesen Sie unsere Wohnungs-Ratgeber für den restlichen Umzugsprozess und bauen Sie Ihr Deutsch weiter aus, damit Sie das Kleingedruckte der Police lesen können, mit unserem Kurs Deutsch lernen.
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