Konzessive Strukturen (Konzessive Strukturen) sind die Werkzeuge, mit denen man ausdrücken kann, dass ein Ergebnis trotz eines Hindernisses eingetreten ist, von dem man hätte erwarten können, dass es dies verhindert — der Gedanke von "obwohl" oder "wie sehr auch immer". Sie kennen obwohl bereits aus früheren Niveaus, aber das wissenschaftliche und formelle Register des Deutschen verfügt über ein weit größeres Arsenal als diesen einen Konnektor, und jedes Werkzeug darin trägt einen leicht unterschiedlichen Grad an Förmlichkeit und eine andere grammatische Funktion — eine Bandbreite, die das journalistische und wissenschaftliche Schreiben auf fortgeschrittenem Niveau von der Alltagssprache unterscheidet.
Das erste Werkzeug, ungeachtet, ist eine Präposition, die stets den Genitiv regiert und "ohne Rücksicht auf" bedeutet: Ungeachtet der Risiken setzte er das Projekt fort. Da es eine Präposition und keine Konjunktion ist, führt es nur eine Nominalphrase ein, keinen vollständigen Nebensatz, was es kompakter macht, als ein entsprechender Satz es wäre.
Die zweite Gruppe — wenngleich, obgleich und obschon — funktioniert genau wie obwohl: Jedes führt einen Nebensatz ein, in dem das Verb an das Ende gedrängt wird. Der Unterschied zu obwohl liegt rein im Register, nicht in der Bedeutung; obgleich und obschon wirken noch formeller als wenngleich, und alle drei erscheinen häufig in wissenschaftlichen Artikeln und offiziellen Berichten.
Das dritte Werkzeug, so … auch, ist strukturell recht anders: Es bedeutet "wie sehr auch immer" und räumt einen Grad eines Adjektivs oder Adverbs ein, nicht eine Handlung selbst. Sein festes Muster ist so + Adjektiv/Adverb + Subjekt + auch + Verb, wobei das Adjektiv selbst an den Anfang des Satzes gestellt wird: So schwierig die Aufgabe auch sein mag, wir werden sie lösen — "wie schwierig die Aufgabe auch sein mag, wir werden sie lösen".
Das vierte Werkzeug, dessen ungeachtet, unterscheidet sich von den vorherigen drei, weil es keinen Nebensatz mit einem Hauptsatz innerhalb eines Satzes verbindet; stattdessen eröffnet es einen neuen, völlig unabhängigen Hauptsatz, der sich auf einen separaten vorangehenden Satz bezieht: Es gab erhebliche Widerstände. Dessen ungeachtet wurde die Reform verabschiedet. Da es den Hauptsatz eröffnet, löst es die vertraute Inversion-Regel aus: Welches Element auch immer an den Anfang eines Hauptsatzes gestellt wird, drängt das konjugierte Verb an die zweite Position, unmittelbar vor das Subjekt — genau wie bei jedem vorangestellten Adverb der Zeit oder des Ortes.
Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Gruppen liegt also in der grammatischen Funktion: ungeachtet, wenngleich/obgleich/obschon und so…auch sind allesamt Werkzeuge innerhalb eines einzigen komplexen Satzes, die eine Ursache mit einer Folge zugleich verbinden, während dessen ungeachtet ein textueller Verbinder zwischen zwei separaten, aufeinanderfolgenden unabhängigen Sätzen ist und eher wie trotzdem oder dennoch funktioniert als wie eine unterordnende Konjunktion.
Der häufigste Fehler, den fortgeschrittene Lernende machen, ist es, ungeachtet als eine Konjunktion zu behandeln, die einen Nebensatz mit einem nachgestellten Verb einführt, während es in Wirklichkeit eine Präposition ist, der direkt eine Genitiv-Nominalphrase ohne jedes separate Verb folgt; viele vergessen auch die Inversion-Regel nach dessen ungeachtet, schreiben das Subjekt irrtümlich vor das Verb und vergessen, dass es den ersten Platz des neuen Hauptsatzes einnimmt, genau wie jedes vorangestellte Adverbiale.