Manche deutschen Verben brauchen ein kleines zusätzliches Pronomen, das Reflexivpronomen (Reflexivpronomen), um zu zeigen, dass das Subjekt die Handlung an oder für sich selbst ausführt: sich waschen bedeutet wörtlich „sich selbst waschen". Du brauchst diese Konstruktion täglich — um über Morgenroutinen zu sprechen (sich waschen, sich anziehen), über Gefühle (sich freuen, sich ärgern) und viele andere Situationen, die in der Übersetzung überhaupt keine offensichtlich „reflexive" Bedeutung haben.
Das Reflexivpronomen sich ist nicht festgelegt — es verändert sich mit dem Subjekt, genau wie die anderen Pronomen, die du schon kennst: ich → mich, du → dich, er/sie/es → sich, wir → uns, ihr → euch, sie/Sie → sich. Beachte, dass sich nur in der dritten Person Singular und im formellen Plural auftaucht; jede andere Person verwendet dieselben Akkusativpronomen — mich, dich, uns, euch — wieder, die du bereits in A1 gelernt hast, was sie leichter zu merken macht, als sie scheinen mögen.
Was die Wortstellung angeht, kommt das Reflexivpronomen in einem Hauptsatz direkt nach dem konjugierten Verb: Ich wasche mich jeden Morgen. In einer Frage werden Verb und Subjekt wie üblich vertauscht, aber das Pronomen folgt weiterhin dem Subjekt: Wäschst du dich?
Ein wichtiges Detail: Die meisten reflexiven Verben verwenden das Pronomen im Akkusativ, aber einige verwenden es im Dativ, wenn im selben Satz ein anderes direktes Objekt steht, etwa ein Körperteil: Ich wasche mir die Hände — hier steht mir im Dativ, weil die Hände das eigentliche direkte Objekt ist.
Hier weicht das Deutsche am stärksten von vielen anderen Sprachen ab: Eine große Zahl deutscher reflexiver Verben lässt sich überhaupt nicht als reflexiv übersetzen. Zum Beispiel bedeutet sich freuen einfach „sich freuen" (glücklich sein), nicht „sich selbst glücklich machen"; sich interessieren für bedeutet „interessiert sein an"; sich beeilen bedeutet „sich beeilen". Viele Sprachen drücken dies mit ganz gewöhnlichen Verben ohne ein Äquivalent zu „sich selbst" aus, während im Deutschen sich ein wesentlicher, nicht weglassbarer Teil des Verbs ist — es wegzulassen kann die Bedeutung völlig verändern oder den Satz ungrammatisch machen.
Der häufigste Fehler ist, bei diesen nicht offensichtlich reflexiven Verben sich ganz zu vergessen, da die Bedeutung nicht intuitiv nach „sich selbst" verlangt. Das führt zu falschen Sätzen wie Ich interessiere für Fußball statt des korrekten Ich interessiere mich für Fußball. Die praktische Lösung: Lerne ein reflexives Verb vom allerersten Tag an zusammen mit sich als eine untrennbare Einheit, genauso wie du ein Nomen zusammen mit seinem Artikel lernst.