Zwei Dinge zu vergleichen ist etwas, das du in der Alltagssprache ständig tust — „dieses Haus ist größer als jenes" oder „das beste von allen". Das Deutsche drückt dieselben Gedanken mit drei Steigerungsstufen des Adjektivs aus, und der entscheidende Punkt ist, dass sich das Adjektiv selbst jedes Mal auf ziemlich regelmäßige Weise verändert, nicht nur die Wortstellung drumherum.
Die erste Stufe ist der Positiv (Positiv), das schlichte Adjektiv, das du schon aus A1 kennst: groß, schnell, alt. Du verwendest ihn, wenn du etwas einfach nur beschreibst, ohne es mit irgendetwas zu vergleichen: Das Auto ist schnell.
Die zweite Stufe ist der Komparativ (Komparativ), mit dem man genau zwei Dinge vergleicht. Die Regel ist einfach: Hänge -er an das Ende des Adjektivs an und setze dann als („als") vor das, womit du vergleichst: schnell → schneller als. Als funktioniert ganz ähnlich wie „als" im Deutschen, und die Wortstellung folgt ihm eng: Berlin ist größer als Köln.
Achtung: Viele kurze, einsilbige Adjektive mit a, o oder u bekommen zusätzlich zum -er auch einen Umlaut: groß→größer, alt→älter, jung→jünger, kalt→kälter. Diese Vokalveränderung trägt keine eigene Bedeutung — merke sie dir einfach zusammen mit dem Adjektiv.
Die dritte Stufe ist der Superlativ (Superlativ), den man verwendet, wenn man eine Sache mit allen anderen vergleicht (das beste, das größte, am meisten). Wenn das Adjektiv nach sein allein steht und kein Nomen folgt, nimmt es die Form am + Adjektiv + -sten an: Im Sommer ist es am heißesten. Steht das Adjektiv aber direkt vor einem Nomen (wie in „der höchste Berg"), wechselt das Muster zu Artikel + Adjektiv + -ste: der höchste Berg — eine zweite Form desselben Gedankens, die du später noch weiter erkunden wirst.
Für Gleichheit zwischen zwei Dingen verwendest du so...wie statt als: Er ist so alt wie ich. Ein sehr häufiger Fehler ist, als und wie zu verwechseln: als ist nur für Ungleichheit (größer als), wie nur für Gleichheit (so...wie) — sage niemals so groß als.
Schließlich sind eine Handvoll Adjektive völlig unregelmäßig und müssen einfach auswendig gelernt werden: gut→besser→am besten, viel→mehr→am meisten und besonders gern→lieber→am liebsten, unverzichtbar, um über alltägliche Vorlieben bei Essen und Hobbys zu sprechen.