Eine große Zahl deutscher Verben kann nicht mit einem direkten Objekt allein stehen; sie verlangen eine bestimmte Präposition, die sich fest an sie bindet und mit ihnen eine einzige lexikalische Einheit bildet, in der Verb und Präposition nicht getrennt oder gegen ein Beinahe-Synonym ausgetauscht werden können. Dieses Muster heißt Verben mit Präpositionen (Verben mit festen Präpositionen), und das Element, das sie einführen, wird grammatisch als Präpositionalobjekt bezeichnet — ein Präpositionalobjekt, das die Bedeutung des Verbs vervollständigt.
Der entscheidende Punkt ist, dass die Wahl der Präposition nicht logisch oder aus der allgemeinen Bedeutung des Verbs vorhersehbar ist; sie ist eine willkürliche Eigenschaft jedes Verbs, die zusammen mit dem Verb selbst auswendig gelernt werden muss. warten nimmt auf, während denken an nimmt, obwohl die beiden Verben inhaltlich nah beieinanderliegen. Noch komplizierter wird es dadurch, dass die Präposition auch einen bestimmten Kasus festlegt, etwa warten auf mit Akkusativ oder teilnehmen an mit Dativ. Diese Kasuszuweisung hat nichts mit der üblichen Logik der Wechselpräpositionen von statischem Ort gegenüber Bewegung zu tun; sie ist unabhängig vom Kontext einfach an das Verb gebunden.
Wenn das Präpositionalobjekt eine Person ist, folgen der Präposition gewöhnliche Pronomen, wie in warten auf ihn. Wenn es eine Sache, eine Idee oder ein ganzer Satz ist, vermeidet das Deutsche die Formulierung auf es und verwendet stattdessen eine da-Zusammensetzung: darauf, daran, darüber und so weiter. Dieselbe Logik gilt für Fragen nach nicht-menschlichen Objekten, wobei wo-Zusammensetzungen wie Woran denkst du? verwendet werden.
Lernende nehmen oft an, dass die wörtliche Übersetzung des Verbs aus ihrer eigenen Sprache genügt, um die richtige Präposition zu erraten, da viele Sprachen ebenfalls bestimmte Verben mit festen Präpositionen verbinden. Diese Überschneidung ist eher zufällig als systematisch, und sich darauf zu verlassen führt zu wiederkehrenden Fehlern wie denken über statt denken an. Der bei Weitem häufigste Fehler ist, das da-/wo- bei Sachen zu vergessen und einfach das Pronomen es nach der Präposition zu verwenden — eine Konstruktion, die das Standarddeutsche nicht akzeptiert.